Freitag, 28. August 2020

Große Enttäuschung: Bauhaus Dessau

Ich bin sicher schon ein mehr als 100 Mal auf der A9 an Dessau vorbeigefahren. Auch der Elberadweg führt hier durch bzw. dran vorbei. Wirklich in der Stadt war ich aber nie. Und das Bauhaus stand schon länger auf der Liste.
Und da es ohnehin auf dem Rückweg vom Erzgebirge lag, ging es direkt zur Stiftung Bauhaus Dessau. Am Hauptgebäude, unweit der „Meisterhäuser“ holte ich 4 Tickets - und war 34 Euro los. Damit durften uns wir dann auf einen Rundgang durch das Gebäude machen. Nachdem im ersten Zimmer ein paar ziemlich lieblos aufgestellte Spiegelobjekte und eine Reihe Fotos aus den 20er Jahren (des 20. Jahrhunderts) zu sehen waren, gab es danach nur Räume mit gähnender Leere. Manchmal waren noch ein paar Stühle drin, aber das war’s auch schon. Da das Gebäude noch in Betrieb ist, sind auch viele Bereiche für Besucher gesperrt. Ich bin den Rundgang noch einmal in entgegengesetzter Richtung gelaufen, nur um sicher zu gehen, dass wir nicht eventuell das Bernsteinzimmer verpasst haben. Aber nein, da war nix. Und dafür 8,50 € pro Person?!



Maßlos enttäuscht machten wir uns zu Fuß auf in Richtung City zum gut 1 km entfernten Bauhaus Museum. Meine Frage, ob die Eintrittskarten auch hier gelten würden verneinte die Dame am Ticketschalter. Also wieder 34€.
Auf meine zweite Frage, ob uns dieses Museum ebenso enttäuschen würde, lächelte sie, machte eine bedeutungsvolle, ihre Lippen verschließende Geste und sagte dann: wir haben die Exponate. Ja, dem war auch so und ich sah vieles, was ich eigentlich schon aus dem Bauhausmuseum in Berlin kannte. An die beiden Außerirdischen kann ich mich aber nicht erinnern.
Auf dem Weg zurück fiel mir noch die Werbung über einem kleinen Geschäft auf. Ich bin sicher, die Pfeile an der Seite müssten nach oben zeigen. So würde dass besser passen.
Das Essen in dem schön gelegenen Restaurant an der Elbe versöhnte uns dann wieder halbwegs mit der Stadt.

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