Im Nationalpark gibt es eine ganze Reihe von Wanderungen. Wir wandeln eine von Komoot vorgeschlagene 7 km in eine 10 km Wanderung ab, und parken direkt am Manteigas Schild von gestern Abend. Der Weg aufwärts ist steil, aber sehr schön. Es läuft sich gut. Kaum Geröll. Meist im Schatten.
Am Cruz das Jogadas kommt offensichtlich die normale Autostrasse sehr nahe und viele scheinen von hier aus zum St. Lawrence Chapel und zum Fire Lookout wandern zu wollen. So wie wir.
Um wieder herunter zu kommen nehmen wir aber erst einen der steilen Waldwege nach Sameiro, um dann doch nach Manteigas abzubiegen. Es werden etwas mehr als 10 km und schon aus der Ferne erkennen wir unser geparktes Auto.
Wir wollen heute noch an den Douro Fluss. Siri meint, es seinen 2:15 min - ich bin sicher: es werden mehr als 3h.
Dennoch: die Routenführung per Apple Maps ist eigentlich ziemlich gut.
In Portugal gibt es Mautstraßen. Wie ich schon 2017 festgestellt habe, kann die Mautgebühr die Bezinkosten locker übersteigen, Das war so bei einem PKW. Da bezahlt man ca. 0,5€ / km. Bei einem WoMo wie unserem sind es 0,85 € / km.
Das ist nun wirklich unverschämt. Inzwischen ist Apple Maps für die Navigation (zumindest meist) ganz gut benutzbar. Die Ansagen kommen genau richtig (nicht wie häufig bei Google Maps zu spät). Und es gibt zwei gut funktionierende Optionen:

Das hat bis jetzt toll funktioniert. Meist ist die mit signifikanten Gebühren versehene Route maximal 10-15 % schneller - im Urlaub nicht wirklich etwas, wofür man 0,85 € pro km zahlen will. Darüber hinaus ist es meist schöner, sich die Landschaft ansehen zu können.
Wählt man die o.g. Optionen entsprechend, ist man ab und zu auf der Autobahn, aber fährt ab, bevor kassiert wird und genießt die Landschaft. Bis man wieder auf die Autobahn fährt. Aus meiner Sicht völlig ok ….
Die knapp 3h Fahrt sind jedenfalls sehr schön und wir halten ein paar Mal. Irgendwann wandelt sich der Nationalpark eindeutig in ein Weinanbaugebiet. Mosel, nur mit Faktor 2-3. Die Ortschaften südlich des Douro sind oft sehr klein und mit unserem WoMo wird es ab und zu eng.

Aber nicht so eng wie in Pinhão. Hier soll es (kostemlose) Parkplätze mit Toiletten und Dusche geben und man muss dazu in eine enge Gasse einbiegen. Gegenverkehr und beim 3. Auto geht ohne (beidseitiges!) Einklappen der Spiegel nix mehr. Unglaublich, dass das ohne Schrammen ab ging.
Wir parken direkt am Fluss mit Blick auf einen riesigen Kahn, dessen Dieselaggregat die ganze Nacht läuft. Mist.
Aber wir haben eine Parkplatz und finden auch die in der Park4Night beschriebenen Toiletten und Duschen. Nicht wirklich brauchbar. Wir wandern über die Brücke zur Winery „Quinta das Carvalhas“. Hier habe ich schon 2017 einmal Wein verkostet und sitze heute auf exakt dem selben Sessel. Wir haben Glück und noch 45 min Zeit für die Verkostung von 4 Weinen + 1 Portwein. Am Ende zahlen wir 70 € für die Verkostung und zwei leckere Flaschen Wein, die bis zum Flug entsorgt werden,
Da die Verkostung auf nüchternen Magen erfolgte, war es Zeit, etwas zu essen. Gleich rechts nach der Brücke sahen wir ein Restaurant und das ging anderen auch so. Schweizer, Franzosen und wir bestellten und es war o.k. Der Kellner ist sehr geschäftstüchtig, erkennt die Nationalität seiner Kunden schnell, reagiert entsprechend - und hat gewonnen. Den Rückweg wollten wir abkürzen und landeten stattdessen unerwartet und (hoffentlich) unbemerkt im Hotel „Vintage House - Douro“, wo ich 2017 schon einmal gegessen habe.
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