Irgendwie kommt man früh immer ziemlich spät aus dem Camper - die neben uns parkenden noch später. Gegen 10:30 brechen wir dann zu dem ersten geschlossenen Zeltplatz auf, parken und starten bei ca. 1070 m zum Gipfel. Das Wetter ist ziemlich gut und der Weg einfach. Erst geht es eine ganze Weile durch schönen Wald, dann kreuzen wir zweimal die Straße - es führt eine bis ganz nach oben, wir hätten also auch das Auto nehmen können - und dann wird es langsam steiniger. Aber dennoch recht einfach.
Das Massiv sieht von unten ziemlich unbezwingbar aus. Das täuscht aber. Der Weg schlängelt sich mit angenehmer Steigung bis zum Gipfel.
Und der ist voll ausgebaut. 2 kleine Kapellen, eine richtige Kirche mit Nebengemäuern, diverse Aussichtsgelegenheiten und nicht zu vergessen ein Hotel und Restaurant / Cafeteria.
Unglaublich, welche Arbeit hier drin steckt.
Wir schnappen uns ein paar leckere Kuchenstückchen und ein Bier und laufen wieder runter. Alles zusammen in weniger als 4 Stunden.
Dann geht es weiter Richtung Cañaveral, ca. 2 h südlich. Dort soll es - und das ist sehr selten - einen geöffneten Park mit Strom, Duschen und Toiletten geben. Und genau den brauchen wir. Lange Zeit schlängeln wir uns durch den Nationalpark Richtung Südosten und ich glaube schon, Siri hat sich vertan. Aber dann geht es nach einem - geteilten - Kreisverkehr mit anderen Vorfahrtsregeln für ca. 90 km auf die Autobahn. Die hat ziemliches Gefälle / Steigung und ich merke, dass der 2,3 l Diesel angesichts von Steigung und Wind an seine Grenzen kommt. Bei 110 ist Schluß. Wir liefern uns mehrere Brummi Rennen.
Nachdem wir einmal durch Cañaveral gefahren sind entdecken wir den Camper Park. Nicht besonders schön, aber es gibt für 13 € wirklich Strom, Dusche und Toilette. Der Ort ist klein und 3 Restaurants sind nicht viel. Und die sind erst mal geschlossen bis auf eines. Aber auch da gibt es Abendessen erst ab 20:30. Wir sind die Einzigen, die davon Gebrauch machen. Aber das Hähnchen mit Pommes und Salat ist lecker und auch die Katzen sind zufrieden. Auf dem Rückweg bemerken wir, dass auch die anderen Restaurants geöffnet haben und das eine sogar noch netter ausschaut. Egal. Wir sind satt. Und das mit 4 Bier für genau 20 €. Plus Trinkgeld.

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