Der Campingplatz ist seinen Preis wert, obwohl - oder gerade weil - man keinen Bediensteten sieht. Man kann online buchen oder vor Ort einchecken, bekommt einen Code und neben der Rechnung je nach Größe und Personenanzahl werden 100 DK als Deposit abgebucht. Mit dem Code geht dann Dusche, Sauna, Strom, Frischwasser und Wäsche - je nach Verbrauch. Was übrig bleibt wird (hoffentlich) zurück gebucht. Fair.
Wir fahren erst einmal nach Havneby. Wir parken in Wassernähe und laufen durch den Ort, der außer dem Hafen und einem kleinen Shopping Center im Zentrum wenig zu bieten hat. Havneby liegt im Süden und von hier gehen - täglich bis zu 35 Mal - Fähren nach List auf Sylt. Wir überlegen auch kurz, ob wir das zum Mittag machen, wollen aber erst einmal in den Norden fahren und nehmen eine von Kommot vorgeschlagene 20 km Tour. Das Wetter ist schon ziemlich durchwachsen und der Wind weht kräftig.
Mein Rad verliert heute auch einige Prozente, aber das andere war immerhin aufgeladen. Der Nordosten der Insel bietet abgesehen vom Radeln am Deich nicht viel. Auf dem Deich selbst muss man auch vorsichtig sein: vor der Benutzung von Ferngläsern wird gewarnt und überhaupt könnte man erschossen werden. Nordflanke der NATO? Man weiß es nicht ...
Tja und im Nordwesten ist gar nix außer Wiese und Strand - an den man mangels Straßen oder Wegen mit Verkehrsmitteln nicht so richtig hin kommt. Unser WoMo parkt an der zentralen Verbindungsstraße zwischen West und Ost und da ist ziemlich viel Verkehr. Man kommt kaum über die Straße. Viele kommen von / wollen nach Strandby und wie wir sehen ist es dort dementsprechend voll. Wir stoppen dort kurz, haben aber keinen Hunger. Ein großes und kleines Radler gehen aber immer. Auf meiner Abrechnung sehe ich später 12,75€ - ich glaube, das Trinkgeld wäre nicht nötig gewesen.
Es ist Regen angesagt. Heute Abend und morgen. Was machen wir? Wir überlegen hin und her, denn eigentlich würden wir schon noch einen Abstecher in den Norden von Sylt machen. Für die Fähre zu spät, auf den gleichen Platz in Klanxbüll - keine Lust. Wir fahren nach Hojer - liegt auf dem Weg. Kleiner Kanal. Vielleicht kajaken?
Einsatzmöglichkeiten sind dann doch eher kompliziert und die Tour nicht interessant. Wir sehen aber, dass man direkt an der Schleuse nachts stehen darf. Das passt. Leider macht die Gaststätte nebenan schon um 16:30 dicht. Eine Fahrt durch den Ort zeigt: es gibt nur einen offenen Balkan Pizza Betreiber. Im Hotel Hohenwarte gibt es zwar nur Buffet und kein a la carte Menü, aber alles ist lecker, wenn auch nicht gerade günstig. Dann schauen wir mal, wie morgen das Wetter wird.




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